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Therapieformen

Tiergestützte Diagnostik und Therapie mit Hunden

www.tiere-als-therapie.de

Tiere begleiten uns Menschen seit frühester Zeit. Für nahezu alle Kinder gibt es nichts Aufregenderes, als Tiere zu beobachten, zu füttern, zu berühren. Vor allem Haus- und Heimtiere sind ein zentraler und unverzichtbarer Bestandteil der kindlichen Entwicklung.

Seit 1996 besteht an unserer Klinik zudem die Möglichkeit einer tiergestützten Therapie mit Hunden, die durch ein spezifisches Forschungsprojekt wissenschaftlich begleitet wird. Die Vierbeiner durchlaufen vor ihrem Einsatz in der Klinik einen umfangreichen Wesenstest. Bei jeder Therapie ist neben dem Therapiehund und dem Patienten auch der jeweilige Hundeführer anwesend, der bei Bedarf Anregungen und Hilfestellung für den Umgang und die spielerische Interaktion mit dem Tier gibt.


Die neutrale und unvoreingenommene Haltung des Hundes zum Spielpartner Kind lässt oft schneller und unverfälschter eine Beziehung zustande kommen. Das liegt u.a. daran, dass der Hund keine Erwartungen an die Patienten stellt, was eine Offenbarung ihrer Gefühlswelt schneller und leichter zulässt als gegenüber Menschen. Die unmittelbare, sprachfreie und nicht wertende Spiegelung des Patientenverhaltens durch den Hund verhilft auf einfache und dennoch eindrucksvolle Weise zu Einsichten des Kindes oder Jugendlichen über sich selbst und legt damit den Grundstock für Änderungen im Verhalten.

Die tiergestützte Therapie mit Hunden kann und soll dabei die fundierte Diagnostik kinder- und jugendpsychiatrischer Störungsbilder nicht ersetzen, sie kann aber sehr wertvolle Hinweise zur deren jeweiliger Problematik liefern und Ansätze für Veränderungen zeigen.

Übergreifendes Ziel der tiergestützten Therapien ist es, die gemachten positiven Empfindungen und Erfahrungen mit den Tieren auch in das alltägliche Leben zu übertragen und sich zu selbstbewussten Kindern und Jugendlichen entwickeln.

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Letzte Änderung: 29.05.2006 | Autor: Tobias Piontek
UNIVERSITÄT LEIPZIG